Jugend forscht – mit Libellen, Nova und Grätzelzelle zum Erfolg
Hamburg/Schwarzheide, 2. April 2025
Acht junge MINT-Talente aus Brandenburg qualifizieren sich für das 60. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb
Für den 60. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich acht talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Brandenburg qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden gestern in Schwarzheide ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der BASF Schwarzheide GmbH, präsentierten 46 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 27 Forschungsprojekte.
Landessiegerin im Fachgebiet Biologie wurde Esther Marie Schüler vom Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Frankfurt (Oder). Die 17-Jährige untersuchte Artenvielfalt und Bestandsdichte der Libellenpopulationen am Scharmützelsee und am Silbersee in Brandenburg. Ihre Ergebnisse setzte sie in Bezug zu Wasserqualität und Biodiversität. Ziel ihres Forschungsprojekts war es, die eigenen Kartierungsergebnisse mit den offiziellen Daten des Landes zu vergleichen, um so zu zeigen, wie sich schädigende Umwelteinflüsse negativ auf die Populationsentwicklung auswirken.
Im Fachgebiet Chemie siegte Djamila Ellinger (18) von Einstein-Gymnasium in Neuenhagen bei Berlin. Sie befasste sich mit der Optimierung der sogenannten Grätzelzelle. Das ist eine Farbstoffsolarzelle, bei der es sich um eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Solarzellen handelt. Mittels Tests und Experimenten an selbst gebauten Grätzelzellen verfolgte die Jungforscherin die Absicht, Effektivität und Haltbarkeit zu verbessern.
Der veränderliche Stern T Coronae Borealis ist eine sogenannte rekurrierende Nova. Aus bisherigen Beobachtungen ergibt sich, dass der Stern etwa alle 80 Jahre einen Helligkeitsausbruch zeigt. Loreley Paul (17) vom Einstein-Gymnasium in Neuenhagen bei Berlin erforschte die fotometrische Entwicklung der Nova, konnte für den Jahresverlauf 2024 jedoch keine signifikanten Helligkeitsveränderungen feststellen. Sie setzte sich in Geo- und Raumwissenschaften durch.
Milena Reißmann und Lisa Matthäus vom Paulus-Praetorius-Gymnasium in Bernau bei Berlin überzeugten die Jury im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Die 16-Jährigen programmierten eine künstliche Intelligenz, die alle statischen Buchstaben des Gebärden-Alphabets in Echtzeit erkennen und benennen kann. Auf dieser Basis wollen sie eine Anwendung entwickeln, die es Menschen, die keine Gebärdensprache beherrschen, ermöglicht, mit Gehörlosen zu kommunizieren.
Physik-Landessieger Vinzent Schultze (17) vom Max-Steenbeck-Gymnasium in Cottbus programmierte eine Software zur Simulation quantenmechanischer Systeme. Nutzende, etwa im schulischen Bereich, können sich damit eigenständig die Welt der Quantenmechanik erschließen und die zugrunde liegenden abstrakten und komplexen physikalischen Gesetze anschaulich nachvollziehen.
Ben Köhler (19) und Oleg Smoli (20) von der Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe in Eisenhüttenstadt errangen den Landessieg im Fachgebiet Technik. Die Jungforscher entwickelten eine intelligente Steuerung für das Raumklima etwa in Schulen. Diese kann Temperatur, Luftfeuchtigkeit sowie die Anwesenheit von Personen erkennen und Raumwärme sowie Beleuchtung automatisch an die jeweilige Tageszeit und Nutzung anpassen.
Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 60. Bundesfinale vom 29. Mai bis 1. Juni 2025 in Hamburg statt. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg als Bundespate. Premiumförderer der Siegerehrung ist die Lufthansa Technik AG.
Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 3
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de
- Weitere Infos zum Download:
Jugend_forscht_Pressemitteilung_Landeswettbewerb_Brandenburg_250402.pdf

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