Wasserpflanzen als Indikatoren des Gewässerzustandes von Fließgewässern – ein Beitrag zur Belastung aquatischer Ökosysteme

1989 | Umwelt | Berlin

Wasserpflanzen als Indikatoren des Gewässerzustandes von Fließgewässern – ein Beitrag zur Belastung aquatischer Ökosysteme

Teilnehmende

  • Markus Hurek (16), Berlin
    Walther-Rathenau-Gymnasium, Berlin

Preise

  • 5. Preis Umwelt

Projekt

Der See-Strandling zeigt sauberes Wasser an

Wasserpflanzen als Indikatoren des Gewässerzustandes von Fließgewässern – ein Beitrag zur Belastung aquatischer Ökosysteme

Es müssen nicht immer chemischen Analysen sein, die zeigen, ob ein Gewässer verschmutzt ist oder nicht. Auch die Pflanzenwelt reagiert sensibel auf den menschlichen Schmutz. Diesen Umstand machte sich Markus Hurek zunutze, um die Wasserqualität mehrerer Flüsse unter die Lupe zu nehmen. Mit botanischen und ökologischen Kenntnissen gut ausgerüstet, zog der junge Forscher an Havel, Tegeler Fließ und an die in der Nähe von Göttingen fließende Rhume. Dort notierte er jeweils gewissenhaft, welche Pflanzenarten sich in welcher Menge im und am Wasser fanden. Was da so wuchs, teilte der junge Forscher in verschiedene ökologische Kategorien ein. Seltene, anspruchsvolle Pflanzen wurden besonders hoch bewertet. So zeigt beispielsweise der See-Strandling unbelastetes Wasser an, während die kleine Wasserlinse – im Volksmund als "Entengrütze" bekannt – auch in verschmutzten Gewässern wuchert. Dabei kam für keines der Gewässer ein besonders schmeichelhaftes Ergebnis heraus: die Standorte schwankten zwischen "sehr belastet" bis "kritisch verschmutzt". Für Markus hingegen war das Ergebnis erfreulicher. Es stellte sich nämlich heraus, daß seine Bewertung weitgehend mit amtlichen Angaben über die Güte der Gewässer übereinstimmte. Die ökologische Methode hatte sich den chemischen Analysen als ebenbürtig erwiesen.

 

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