Untersuchung einer Renneisenofenstätte aus dem Spätmittelalter
2000 | Geo- und Raumwissenschaften | Hessen
Teilnehmende
-
Moritz Lenel (14), Bad HomburgKaiserin-Friedrich-Gymnasium, Bad Homburg
Preise
- Preis des Deutschen Museums, München für eine Arbeit, die sich populär wirksam präsentieren lässt und Einladung nach München
Projekt
Untersuchung einer Renneisenofenstätte aus dem Spätmittelalter
Rennöfen wurden aus ungebranntem Lehm hergestellt und dienten der Eisenverhüttung im Spätmittelalter. Während einer Klassenfahrt entdeckte Moritz Lenel Schlacke-Reste aus solch einer Renneisenofenstätte. Drei Jahre später nahm er an den Ausgrabungen teil und setzte sich das Ziel, den Fund historisch und technisch einzuordnen. Der 14-Jährige aus Bad Homburg konnte anhand von Scherbenfunden belegen, dass der Ofen aus dem 12. Jahrhundert stammt bzw. noch älter ist. Er führt aus, dass das Eisen damals nicht geschmolzen werden konnte, da die Ofentemperatur zu gering war. Es wurde offensichtlich ein glühender Schlacke-Eisenbrocken gewonnen, der dann vom Schmied weiterverarbeitet werden musste. An der Ausgrabungsstelle möchte die Stadt Weilburg inzwischen einen archäologischen Lehrpfad einrichten.
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