Merlin – Ein Mehr-Platinen-Rechner mit 21-Pin-Bus

1986 | Technik | Niedersachsen

Merlin – Ein Mehr-Platinen-Rechner mit 21-Pin-Bus

Teilnehmende

  • Ralf Seppelt (16), Braunschweig
    Hoffmann-v.-Fallersleben-Gymnasium, Braunschweig

Preise

  • 5. Preis Technik

Projekt

Klein, aber oho!

Merlin – Ein Mehr-Platinen-Rechner mit 21-Pin-Bus

Das Ding ist nicht viel größer als eine Zigarrenkiste, aber es hat eine Menge in sich. Zumindest dann, wenn Ralf ein paar Steckmodule in das Gehäuse schiebt. Dann wird aus dem unscheinbaren Kästchen ein ausgewachsener Computer mit fast allen Schikanen. "Merlin", so nennt Ralf sein kleines technisches Wunderwerk, kann zwar nicht zaubern wie sein berühmter Namenspatron aus der Artussage, aber seine Fähigkeiten sind doch erstaunlich. Normalerweise besitzen die Einschubmodule bei gängigen Computersystemen jeweils 64 und mehr Leitungskontakte, über die Signale zum Rest der Anlage ausgesandt bzw. von ihr empfangen werden können. Aufgrund seiner Miniaturform muß Ralfs "Merlin" mit nur 21 solcher Verbindungsstellen für jedes Steckteil auskommen. Im Prinzip bedeutet dies eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten der einzelnen Systemkomponenten untereinander. Ralf löste dieses technische Problem, indem er den Prozessor selbst, gewissermaßen das Herzstück der Anlage, so vollständig ausstattete, daß die wenigen Außenverbindungen genügen. So sitzt nun auch der gesamte Speicherteil des Rechners auf dem Prozessormodul. Die "Zigarrenkiste" selbst enthält nur noch Leitungsverknüpfungen. Dem schmalen Geldbeutel eines Schülers angemessen, benutzt Ralf auch sonst nur Mini-Teile für seine Computeranlage; eine Tastatur mit Kleinst-Schriftanzeige, einen Cassettenrecorder als Datenspeicher und einen teils selbstgebastelten Mini-Drucker. Genauso gut wären aber auch ein normaler Bildschirm oder ein Diskettenlaufwerk über Steckmodule an das "Zentralgehäuse" anschließbar. Das Haupteinsatzgebiet solcher Computersysteme im Taschenformat sieht Ralf bei Steuerungsanlagen in Industrie und Haushalten, wo es auf geringen Raumbedarf ankommt. Dort, glaubt Ralf, kann der Zwerg "Merlin" beweisen, daß er ein Riese ist.

 

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