Ionenchromatiographische Strontiumabtrennung – ein Ansatz zur schnellen Umweltradioaktivitätsüberwachung von Sr-90 und Sr-89

1987 | Umwelt | Hessen

Ionenchromatiographische Strontiumabtrennung – ein Ansatz zur schnellen Umweltradioaktivitätsüberwachung von Sr-90 und Sr-89

Teilnehmende

  • Thomas H.-W. Stadlbauer (20), Biebertal
    Justus-Liebig-Universität, Gießen

Projekt

Radioaktivität: Der schnelle Griff zum Strontium

Ionenchromatiographische Strontiumabtrennung – ein Ansatz zur schnellen Umweltradioaktivitätsüberwachung von Sr-90 und Sr-89

Die Diskussion um die radioaktive Belastung unserer Umwelt lebt gerade in diesen Tagen und Wochen – ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl – neu auf. Jungforscher Thomas Stadlbauer hat mit seiner Arbeit dabei eine Problematik aufgegriffen, die durch Tschernobyl deutlich geworden ist. Vor allem das Spaltprodukt Strontium, besonders giftig und daher gefährlich für Mensch, Tier- und Pflanzenwelt, läßt sich nur sehr schwer nachweisen. Der Grund: Eine amtliche "Messanleitung" aus den sechziger Jahren schreibt umfangreiche radiochemische Methoden vor. Moderne, schnelle Nachweis-Methoden haben in diese Amtsvorschrift noch keinen Eingang gefunden. Das heißt: Nach einem Fallout von Strontium in die Biosphäre – etwa nach Kernwaffenversuchen oder nach einem Störfall in einem Kraftwerk – können überhöhte Strontium-Werte "von Amts wegen" erst nach Tagen oder Wochen bekanntgegeben werden. Dieser Unsicherheit will der Jungforscher abhelfen und "seinen" Beitrag zum Umweltschutz leisten: Mit einer Weiterentwicklung der sogenannten "Hochleistungs-Ionenchromatographie" läßt sich Strontium schnell und sicher nachweisen – nicht erst nach einigen Wochen – sondern bereits nach wenigen Stunden.

 

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