Entwicklung und Bau eines 3D-Multiprozessorsystems auf der Basis von Billig-CPUs
1989 | Technik | Bremen
Teilnehmende
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Ulrich Strübing (22), BremenUniversität Bremen
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Frank Janke (22), BremenUniversität Bremen
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Robert Casties (21), BremenBund Deutscher Pfadfinder, Bremen
Projekt
Entwicklung und Bau eines 3D-Multiprozessorsystems auf der Basis von Billig-CPUs
Computerfreaks ist es schon lange klar: Dem Parallelrechner gehört die Zukunft und dies aus einem einfachen Grund: In herkömmlichen Rechnern werden sämtliche Rechenoperationen oder sämtliche Befehle Schritt für Schritt erledigt – nacheinander "abgearbeitet", wie die Informatiker sagen. Irgendwann wird bei diesem Konzept eine physikalische Grenze erreicht werden, über die hinaus sich die Geschwindigkeit nicht weiter steigern läßt. Da hilft nur noch eines: mehrere Mikroprozessoren teilen sich innerhalb eines Computers die Aufgaben. Genau diesen Weg beschritten Frank Janke, Robert Casties und Ulrich Strübing in ihrer Jugend forscht Arbeit und konstruierten einen Computer, der mit bis zu 254 Mikroprozessoren gleichzeitig arbeiten kann. Zwar gibt es bereits kommerzielle Firmen, die an Parallelcomputern arbeiten. Doch das Besondere des Bremer Modells ist, daß es mit ganz normalen Mikrochips für herkömmliche Computer auskommt, die auf dem Markt für wenige Mark zu haben sind. Um möglichst flexibel zu sein, haben die drei jungen Forscher ihre Mikroprozessoren auf sogenannten "Knotenkarten" untergebracht. Das sind Platinen, die per Steckverbindung für verschiedene Zwecke beliebig miteinander kombiniert, vernetzt, werden können. Ein sogenannter "Host-Rechner" koordiniert das Ganze und verteilt die Aufgaben an die einzelnen Mikroprozessoren. Mit einem solchen Parallelrechner lassen sich bestimmte Probleme besonders gut angehen: Zum Beispiel die Bild- und Sprachverarbeitung, die Frequenzanalyse, die Simulation von Planetenbahnen Strömungen und Werkstoffverformungen. Mit dem Gerät läßt sich die Arbeitsweise des Gehirns in Form neuronaler Netzwerke nachahmen, und es lassen sich Probleme der künstlichen Intelligenz anpacken. Schon diese Themenauswahl bescheinigt dem Parallelrechner einen bedeutenden Platz in der Computerwelt.
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