Die Reaktion von Aminophenazon und Nitrit im sauren Milieu
1978 | Chemie | Niedersachsen
Teilnehmende
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Ingolf Kunze (18), LindhorstRats-Gymnasium, Stadthagen
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Claudia Voigt (18), Reinsdorf (heute Apelern)Rats-Gymnasium, Stadthagen
Projekt
Die Reaktion von Aminophenazon und Nitrit im sauren Milieu
Aminophenazon wurde bis vor kurzem als Medikament bei Schmerzen, Fieber und Entzündungszuständen verschiedener Genese eingesetzt. 1978 wurde es jedoch von der Herstellerfirma vom Markt genommen, da eine cancerogene, d.h. krebserzeugende, Wirkung nicht ausgeschlossen werden konnte. Ingolf Kunze und Claudia Voigt interessierte vor allem, was passiert, wenn Aminophenazon in einem sauren Milieu wie dem menschlichen Magen mit Nitrit reagiert, das beispielsweise über Pökelsalze und Schinken aufgenommen wird. Dabei stellten die beiden Schüler fest, dass bei der Reaktion von Aminophenazon mit Nitrit das krebserzeugende Dimenthylnitrosamin (DMNA) entsteht. Die Einnahme von Ascorbinsäure hemmt die Reaktion zwar, verhindert sie jedoch nicht vollständig. Die beiden Jungforscher konnten somit nachweisen, daß die Einstellung des Medikaments einen dringend notwendigen Schritt darstellte.
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