Mit Wildbienen, Durchwachsener Silphie und Kunstharz zum Erfolg

Hamburg/Heilbronn, 24. März 2021

13 MINT-Talente aus Baden-Württemberg qualifizieren sich für das 56. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Robin Schönegg und Franziska von Wulffen, Landessieger Chemie 2019

Für den 56. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 13 junge MINT-Talente aus Baden-Württemberg qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden heute in Heilbronn ausgezeichnet. Beim diesjährigen Online-Landeswettbewerb, ausgerichtet von der experimenta gGmbH und dem Landesverband naturwissenschaftlich-technische Jugendbildung in Baden-Württemberg (natec), präsentierten 107 Teilnehmende insgesamt 69 Forschungsprojekte.

Miriam Warken (19), Fabio Briem (19) und Lukas Bohnacker (20) vom Schülerforschungszentrum Südwürttemberg errangen den Landessieg im Fachgebiet Arbeitswelt mit einem umweltschonenden physikalischen Verfahren zur Reinigung von Rohrleitungen. Es kann potenziell gesundheitsgefährdende Bakterien wie etwa Legionellen durch Ultraschall abtöten. Judith Lutz (17) und Sarah Lichtenstein (17) vom Hegau-Gymnasium Singen sicherten sich mit einer umfassenden Studie zum Wildbienenvorkommen in ihrer Heimatregion den Landessieg in Biologie. Insgesamt 46 Wildbienenarten sowie 90 Pflanzenarten, die den Tieren als Futterquelle dienen, konnten die beiden dokumentieren.

Chemie-Landessiegerin Helen Hauck (18) vom Schülerlabor der Universität Konstanz extrahierte aus den Blättern des Indischen Springkrauts eine Substanz, die abschreckend auf die Raupen des Buchsbaumzünslers wirkt und daher künftig zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden könnte. Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften überzeugten Isabell Seibel (16) und Melina Reckermann (16) vom Schülerforschungszentrum Südwürttemberg in Tuttlingen die Jury. Die beiden untersuchten die Wirkung von Durchwachsener Silphie sowie Mais auf die Bodenqualität. Sie fanden heraus, dass die Durchwachsene Silphie einen positiven Einfluss auf das Wassermanagement landwirtschaftlicher Flächen hat.

Can Lehmann vom Schülerforschungslabor Kepler-Seminar e. V. in Stuttgart errang den Landessieg im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Der 17-Jährige entwickelte eine spezielle Programmiersprache, mit der sich Teile eines Computerprogramms anhand vorgegebener Eingabeparameter automatisch ableiten lassen. Im Fachgebiet Physik siegten Leonard Münchenbach (16) und Leo Neff (17) vom aluMINTzium e. V. in Emmendingen. Die beiden analysierten das Flugverhalten rechteckiger Papierstücke. Es gelang ihnen, den Flug eines solchen Papiers physikalisch zu beschreiben und mit wenigen Parametern zu modellieren.

Technik-Landessieger wurde Tobias Neidhart (18) von der Hochschule Konstanz. Er konstruierte einen innovativen 3-D-Drucker, der durch die Kombination von Ultraschall mit einer speziellen UV-Lichtquelle besonders stabile Objekte aus Kunstharz produzieren kann. Mit dem Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit wurde Finn Liebner (17) vom Marie-Curie-Gymnasium Kirchzarten ausgezeichnet. Der Jungforscher entwickelte ein System zur optischen Datenübertragung durch den freien Raum. Ein kryptografischer Algorithmus übernimmt dabei die Ver- und Entschlüsselung der zu transferierenden Daten.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 56. Bundesfinale vom 26. bis 30. Mai 2021 als Online-Veranstaltung statt. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und das Science Center experimenta in Heilbronn als Bundespate.

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 3
20459 Hamburg
040 374709-40
presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de


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