Jugend forscht – mit Stenografie, KI und Dosierroboter zum Erfolg
Hamburg/Chemnitz, 30. März 2026
Sechs junge MINT-Talente aus Sachsen qualifizieren sich für das 61. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb
Für den 61. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich sechs talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Sachsen qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden am vergangenen Samstag, 28. März 2026, in Anwesenheit von Kultusminister Conrad Clemens in Chemnitz ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der BGH Edelstahlwerke GmbH und der DAS Environmental Expert GmbH, präsentierten 24 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 22 Forschungsprojekte.
Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Arthur Stach (18) vom Wilhelm-Ostwald-Gymnasium in Leipzig. Er entwickelte den Prototyp für ein deutschsprachiges Computer-Stenografiesystem. Ziel dabei war es, gesprochene Sprache, aber auch Text besonders schnell über eine spezielle Tastatur einzugeben. Mithilfe von Sprachanalyse sowie Python-Programmen erzeugte er ein Stenografiewörterbuch, das Silbentrennung und Aussprache berücksichtigt.
Ebenfalls in Arbeitswelt erfolgreich war Martin Josef Lütke-Entrup vom Sächsischen Landesgymnasium Sankt Afra zu Meißen. Der 16-Jährige befasste sich mit der Herausforderung, dass Unternehmen für KI-Anwendungen große Mengen an Trainingsdaten benötigen. Vor diesem Hintergrund untersuchte er, ob sich derartige Trainingsdaten für die Erkennung handschriftlicher Texte kostengünstig automatisch erzeugen lassen.
Den Landessieg in Biologie errang Florian Reddel (20) vom Sächsischen Landesgymnasium Sankt Afra zu Meißen. Er entwickelte ein kostengünstiges Biomaterial aus zellfreien Spinatblättern für die Zellkultur. Darauf kultivierte er im Labor gezüchtetes, menschliche Hautgewebe und untersuchte Wachstum und Biokompatibilität. Sein Ziel war es, realistische Gewebemodelle für Forschung und Medikamententests zu schaffen sowie Tierversuche zu reduzieren.
Sophie Lok Ying Emmerichs (17) vom Wilhelm-Ostwald-Gymnasium in Leipzig siegte in Geo- und Raumwissenschaften. An der Universitäts-Sternwarte Jena erforschte sie die Aktivität der Sonne im aktuellen Sonnenzyklus. Dabei beobachtete sie mit Teleskopen Strukturen der Sonnenoberfläche und analysierte Polarlichter spektroskopisch, um Sonnenstürme besser zu verstehen und mögliche Auswirkungen auf die Erde abzuschätzen.
Inwiefern sich mit künstlicher Intelligenz vorhersagen lässt, ob veränderte Antikörper noch an ihr Zielmolekül andocken, untersuchte Alexia Minou Probst (18) vom BIP Kreativitätsgymnasium Leipzig. Dazu analysierte die Landessiegerin im Fachgebiet Mathematik/Informatik die Aminosäuresequenzen der Antikörper und trainierte ein Computermodell, das vielversprechende Varianten erkennt und so die Entwicklung neuer Medikamente beschleunigen kann.
Technik-Landessieger Max Ranftl (17) vom Gymnasium Dresden-Plauen ging der Frage nach, ob sich ein automatisierter Dosierroboter für Flüssigkeiten mit einfachen und kostengünstigen Mitteln realisieren lässt. Sein selbst konstruierter Roboter besteht überwiegend aus 3D-gedruckten Bauteilen und wird mit handelsüblicher Elektronik gesteuert. Er basiert auf einem ebenen Bewegungssystem, das Spritzen automatisch aufnimmt, entleert und wieder ablegt.
Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 61. Bundesfinale vom 28. bis 31. Mai 2026 in Herzogenaurach statt. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und Schaeffler als Bundespatenunternehmen.
Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 3
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de
- Weitere Infos zum Download:
Jugend_forscht_Pressemitteilung_Landeswettbewerb_Sachsen_2026_01.pdf

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