Jugend forscht – mit Akku, Substrat und Stoßpendel zum Erfolg
Hamburg/Aalen, 27. März 2026
16 MINT-Talente aus Baden-Württemberg qualifizieren sich für das 61. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb
Für den 61. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 16 junge MINT-Talente aus Baden-Württemberg qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden heute in Anwesenheit von Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, in Aalen ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Hochschule Aalen, der experimenta gGmbH und dem Landesverband für naturwissenschaftlich-technische Jugendbildung Baden-Württemberg e. V. (natec), präsentierten 101 Teilnehmende insgesamt 60 Projekte.
Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Luc Bischoff (19) vom Beruflichen Schulzentrum Leonberg. Er entwickelte ein digitales LED-Spielbrett, das klassische Brettspielvarianten mit moderner Technik verbindet und genutzt werden kann, um kognitive Fähigkeiten zu trainieren.
Ebenfalls in Arbeitswelt erfolgreich war Clemens Helling (15) von der Alemannenschule Wutöschingen. Der Jungforscher präsentierte ein digitales System zur Alarmierung, Einsatzdokumentation und Materialverwaltung für Schulsanitäterinnen und Ersthelfer, das die Organisation und Effizienz von Einsätzen verbessert.
Chemie-Landessiegerin wurde Annika Obert (16) vom Xenoplex Schülerforschungszentrum Gengenbach mit einem neuartigen Akkumulator, der Energie ausschließlich über reversible Redoxreaktionen der Oxidationsstufen von Berliner Blau speichert. Dank optimierter Elektrodenbeschichtungen arbeitet er stabil und ohne Nebenreaktionen.
Ebenfalls in Chemie siegte Timea Probost (19) vom Jugendforschungszentrum Heilbronn. Sie untersuchte, wie pflanzliche Proteine und Fermentation genutzt werden können, um nachhaltige, vegane Käsealternativen zu entwickeln.
Dennis Schneider (19) und Marah Stehle (18) von der Edith-Stein-Schule Ravensburg überzeugten die Jury im Fachgebiet Biologie. Sie entwickelten ein torffreies Kultursubstrat aus regionalen organischen Reststoffen. Darin gezogene Testpflanzen wuchsen ähnlich gut oder sogar besser als in torfhaltigen Substraten.
In Geo- und Raumwissenschaften siegten Alexander Leukert (17) und Leon Heinisch (17) vom Isolde-Kurz-Gymnasium in Reutlingen, die mit einem eigenen mathematischen Modell eines Stern-Planet-Mond-Systems die Stabilität von Satellitenbahnen analysierten.
Einen Landessieg im Fachgebiet Mathematik/Informatik errang Alois Bachmann (18) von der Universität Heidelberg, der ein KI-Modell zur Krebsdiagnose präsentierte, das mithilfe von gesundem Gewebe lernt und so Auffälligkeiten in medizinischen Bildern erkennt.
Ebenfalls Landessieger in Mathematik/Informatik wurden Arthur Messerschmidt (18) und Eric Frommherz (18) vom Hector Seminar in Karlsruhe. Sie schrieben ein Computerprogramm zur Simulation von Lithium-Ionen-Batterien und zeigten, dass die Form der Aktivpartikel in Akkus sowohl Ladeverhalten als auch Leistung beeinflusst.
Welch komplexes Zusammenspiel von Kräften und Schwingungsmustern sich ergibt, wenn die Kugeln in einem Newtonschen Kugelstoßpendel durch abstoßende Magnete ersetzt werden, erforschten die Physik-Landessieger Johann Hoffmann (16) und Till Kuhny (16) vom phaenovum Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck.
Noah Schittenhelm (18) und Maximilian Scheible (18) vom Schülerforschungszentrum Südwürttemberg am Standort Überlingen errangen den Landessieg im Fachgebiet Technik mit einem autonomen Roboter, der mithilfe von KI Unkraut in Maisfeldern erkennt und dieses gezielt mit einem Laser entfernt. Auf diese Weise könnte der Einsatz von Herbiziden künftig reduziert werden.
Einen weiteren Technik-Landessieg erhielt Julian Scharnowski (20) vom Jugendforschungszentrum Heilbronn für seine Vakuumpinzette zum sicheren und präzisen Greifen winziger Elektronikbauteile. Mit ihr lassen sich Platinen im Hobby- und Prototypenbereich einfach und kostengünstig bestücken.
Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 61. Bundesfinale vom 28. bis 31. Mai 2026 in Herzogenaurach statt. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und die Schaeffler AG als Bundespate.
Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 3
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de
- Weitere Infos zum Download:
Jugend_forscht_Pressemitteilung_Landeswettbewerb_Baden-Wuerttemberg_2026.pdf

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