Jugend forscht Erfolge bei der MINT-Europameisterschaft 2026
Hamburg/Kiel, 28.09.2026
Deutsches Team erringt vier Preise beim 37. European Union Contest for Young Scientists in Kiel
Beim 37. European Union Contest for Young Scientists (EUCYS) in Kiel hat das Jugend forscht Team insgesamt vier Preise gewonnen. Die Siegerehrung der MINT-Europameisterschaft (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) fand vergangenen Samstag, 26. September, statt. Der EUCYS wurde dieses Jahr an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ausgetragen. Am EU-Wettbewerb nahmen 144 junge Forscherinnen und Forscher aus fast 40 Ländern teil. Die Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren präsentierten in zehn Wettbewerbskategorien 98 innovative Forschungsprojekte. Die deutschen Jungforschenden hatten die Teilnahme am EUCYS Ende Mai 2026 zusammen mit dem Europa-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beim 61. Jugend forscht Bundesfinale in Herzogenaurach gewonnen. Nach 1993 wurde der europäische Wettbewerb erstmals wieder in Deutschland ausgetragen.
Einen zweiten Preis, vergeben von der Europäischen Kommission und dotiert mit 5.000 Euro, sowie eine Einladung zum Stockholm International Youth Science Seminar (SIYSS) erhielt Jamila-Cate Tran (20) aus Hannover für ihr Forschungsprojekt zur Wirkung sogenannter SGLT-2-Hemmer. In einer statistischen Studie konnte die Bundessiegerin im Fachgebiet Biologie nachweisen, dass diese Medikamente, die zur Behandlung von Diabetes eingesetzt werden, auch Patientinnen und Patienten nach Nierentransplantationen helfen können.
Vincent Nack aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn freute sich über einen von zwei Prof. Dr. Werner Petersen Preisen für herausragende Innovationen in der Informatik, dotiert mit jeweils 750 Euro. Der 19-jährige Gewinner des Preises der Bundesforschungsministerin für die innovativste Arbeit entwickelte ein KI-gestütztes System zum Schutz vor Telefonbetrug. Seine selbst programmierte Software prüft in Textform umgewandelte Gesprächsinhalte vollautomatisch und kann alle Formen von Täuschung in Echtzeit erkennen.
Tim Kammel (18) aus Lemgo überzeugte die Jury mit seinem Forschungsprojekt zur Funktionsweise von Sanduhren. Er gewann den EUROfusion Prize, verbunden mit einem einwöchigen Aufenthalt an einer Forschungseinrichtung des EUROfusion Konsortiums. Anhand eines eigenen Versuchsaufbaus analysierte der Gewinner des Preises des Bundeskanzlers für die originellste Arbeit den Effekt unterschiedlicher Öffnungsgrößen sowie Trichterformen auf das Strömungsverhalten des Sands und entwickelte eine Computersimulation der Dynamik.
„Wir gratulieren unseren Bundessiegerinnen und Bundessiegern zu ihren Erfolgen auf europäischer Ebene“, sagt Dr. Jessica Bönsch, Geschäftsführende Vorständin der Stiftung Jugend forscht e. V. „Unser Dank gilt der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die unser Team bei der Vorbereitung auf den EU-Wettbewerb unterstützt hat. Zugleich freuen wir uns, dass Jugend forscht den diesjährigen EU-Wettbewerb für Nachwuchsforschende als Partner gemeinsam mit der Christian-Albrechts-Universität in Kiel ausrichten durfte.“
Der European Union Contest for Young Scientists wird von der Europäischen Kommission veranstaltet. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Austausches und der internationalen Zusammenarbeit zwischen jungen Forschenden.
Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 3
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de
- Weitere Infos zum Download:
Jugend_forscht_Pressemitteilung_EUCYS_2026_Preise.pdf

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