Jugend forscht: Bundesbildungsministerin Karin Prien kürt die Bundessiegerinnen und Bundessieger 2026 in Herzogenaurach

Hamburg/Herzogenaurach, 31. Mai 2026

Deutschlands beste MINT-Talente beim 61. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb bei Schaeffler ausgezeichnet

Die Bundessiegerinnen und Bundessieger des Jugend forscht Bundesfinales 2026 stehen fest. Deutschlands beste Talente in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) wurden heute vor mehr als 1 000 Gästen bei Schaeffler in Herzogenaurach ausgezeichnet. Bei der Siegerehrung anwesend waren Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht e. V., Matthias Hauer, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG, sowie Georg F. W. Schaeffler, Familiengesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG. Der 61. Bundeswettbewerb, für den sich 159 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit 116 innovativen Forschungsprojekten qualifiziert hatten, wurde gemeinsam ausgerichtet von Schaeffler als Bundespatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht e. V.

Den Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit erhielten Viyona Singh (14) und Aarav Singh (14) aus Mountain View, Kalifornien, die sich beim Landeswettbewerb in Bayern für das Bundesfinale qualifiziert hatten. Sie zeigten, dass sich die seltenen, spiegelbildlichen Varianten bestimmter Proteine mithilfe physikbasierter Modelle besser als mittels KI-basierter Modelle vorhersagen lassen. Tim Kammel (18) aus Nordrhein-Westfalen wurde mit dem Preis des Bundeskanzlers für die originellste Arbeit ausgezeichnet. Er befasste sich mit der Physik von Sanduhren. Anhand eines eigenen Versuchsaufbaus analysierte er den Effekt unterschiedlicher Öffnungsgrößen und Trichterformen auf das Strömungsverhalten des Sands und entwickelte eine Computersimulation der Dynamik.

Der Preis der Bundesbildungsministerin für die beste interdisziplinäre Arbeit ging an Julian Scharnowski (20) aus Baden-Württemberg. Er konstruierte eine spezielle, kostengünstige Vakuumpinzette. Mit ihr lassen sich mittels Unterdruck winzige Elektronikbauteile präzise auf Platinen platzieren. Vincent Nack aus Bayern freute sich über den Preis der Bundesforschungsministerin für die innovativste Arbeit. Der 19-Jährige entwickelte ein KI-gestütztes System zum Schutz vor Telefonbetrug. Seine selbst programmierte Software prüft in Textform umgewandelte Gesprächsinhalte vollautomatisch und kann alle Formen von Täuschung in Echtzeit erkennen.

Bundessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Götz Anft (19) aus Niedersachsen. Er befasste sich mit Filamenten für den 3D-Druck und untersuchte, ob unterschiedliche Feuchtigkeitsgehalte dieser drahtförmigen Kunststoffwerkstoffe die Druckqualität und die mechanischen Eigenschaften eines Druckmodells beeinflussen. Jamila-Cate Tran (20) aus Niedersachsen überzeugte die Jury im Fachgebiet Biologie. Die Jungforscherin zeigte in einer statistischen Studie, dass sogenannte SGLT-2-Hemmer, die zur Behandlung von Diabetes eingesetzt werden, auch Patientinnen und Patienten nach Nierentransplantationen helfen können.

Chemie-Bundessieger wurden Levi Jekic (16), Lennart Antritter (16) und Alexander Kluge (18) aus Bayern. Die drei analysierten eine komplexe Metallverbindung aus Bismut, Zinn, Zink und Aluminium. In einer Vielzahl von Messreihen fanden sie ein Mischungsverhältnis, das verhindert, dass die Legierung bei hohen Temperaturen spröde und brüchig wird. Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften siegten Alexander Leukert (17) und Leon Heinisch (18) aus Baden-Württemberg. Sie zeigten mit einer selbst programmierten Simulation, wie ein Satellit auf stabilen Bahnen sicher durch ein komplexes System aus mehreren Himmelskörpern navigieren kann.

Aktuell läuft künstliche Intelligenz zumeist in großen, energieintensiven Rechnernetzen. Als Alternative entwickelte Malte Rauschenbach aus Bayern eine Art Übersetzer, der KI-Modelle energiesparend und effizient in lokale Hardware für verschiedene Einsatzzwecke überträgt. Der 15-Jährige siegte in Mathematik/Informatik. Ben Waldmann (17) aus Thüringen konnte sich im Fachgebiet Physik durchsetzen. Der Jungforscher untersuchte, welche Rolle sogenannte Axion-Sterne im frühen Universum spielten. Er entwickelte ein eigenes Rechenmodell und konnte damit die frühe Entstehung der ersten Sterne erklären. Der Bundessieg im Fachgebiet Technik ging an Stefan Weiß (20) aus Bayern. Er konstruierte einen tragbaren Multifunktions-Kalibrator. Mit ihm lassen sich Digitalmultimeter – also Messinstrumente für Spannung, Strom und Widerstand – einfach und präzise testen.

Der Preis „Jugend forscht Schule 2026“ der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, überreicht von Michael Rißmann, stellvertretender Amtschef sowie Abteilungsleiter des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, ging an das Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach für sein exzellentes Konzept zur MINT-Förderung.

Eine Liste der Bundessiegerinnen und Bundessieger sowie Übersichten der Preisträgerinnen und Preisträger aus allen Bundesländern finden Sie am Seitenende. Kurzbeschreibungen aller Projekte, druckfähige Fotos, Videos, die virtuelle Wettbewerbsausstellung sowie weiterführende Infos gibt es unter www.jugend-forscht.de. 

Pressekontakte:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
040 374709-40
presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de

Schaeffler
Dr. Axel Lüdeke
09132 828901
axel.luedeke(at)schaeffler.com 
www.schaeffler.com 

Stiftung Jugend forscht e. V.
Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb und eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, stern, Wirtschaft, Wissenschaft und Schulen. Bundesweit führt Jugend forscht jedes Jahr 130 Wettbewerbe durch, um junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern, Talente frühzeitig zu entdecken und sie gezielt zu fördern. Jugend forscht richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer suchen sich selbst eine Fragestellung, die sie mit naturwissenschaftlichen, technischen oder mathematischen Methoden bearbeiten. Pro Wettbewerbsrunde werden Geld- und Sachpreise im Wert von mehr als einer Million Euro vergeben. Das Jugend forscht Netzwerk mit rund 250 Partnern ist die größte öffentlich-private Partnerschaft ihrer Art in Deutschland. Mehr als 5 000 Lehrkräfte unterstützen Jugend forscht ehrenamtlich als Projektbetreuende und Wettbewerbsleitungen, über 3 000 Fach- und Hochschullehrkräfte sowie Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft engagieren sich in den Jurys.

Schaeffler Gruppe – We pioneer motion
Seit 80 Jahren treibt die Schaeffler Gruppe zukunftsweisende Erfindungen und Entwicklungen im Bereich Motion Technology voran. Mit innovativen Technologien, Produkten und Services in den Feldern Elektromobilität, CO₂-effiziente Antriebe, Fahrwerkslösungen und erneuerbare Energien ist das Unternehmen ein verlässlicher Partner, um Bewegung effizienter, intelligenter und nachhaltiger zu machen – und das über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Anhand von acht Produktfamilien beschreibt Schaeffler sein ganzheitliches Produkt- und Serviceangebot: von Lagerlösungen und Linearführungen aller Art bis hin zu Reparatur- und Monitoring-Services. Schaeffler ist mit rund 110 000 Mitarbeitenden an mehr als 250 Standorten in 55 Ländern eines der weltweit größten Familienunternehmen und gehört zu den innovationsstärksten Unternehmen Deutschlands. 


Siegerfoto zum Download: Jugend forscht Bundeswettbewerb 2026 Siegerin (300dpi; die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe „Stiftung Jugend forscht e. V./Schaeffler“)

Bildunterschrift: Die Siegerinnen und Sieger des 61. Bundeswettbewerbs von Jugend forscht in Herzogenaurach stehen fest: Bundesbildungsministerin Karin Prien (2.v.r.), Matthias Hauer, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt (l.), Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG (Mitte), sowie die Geschäftsführende Vorständin der Stiftung Jugend forscht e. V. Dr. Jessica Bönsch (r.) gratulieren Jamila-Cate Tran (20) aus Niedersachsen zum Bundessieg im Fachgebiet Biologie. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter Quellenangabe „Stiftung Jugend forscht e. V./Schaeffler“. 

Pressemitteilung zum Download: 
Pressemitteilung Siegerinnen und Sieger Bundeswettbewerb Jugend forscht 2026

Listen der Preisträgerinnen und Preisträger zum Download: 
Bundessiegerinnen und Bundessieger 2026 

Preisträgerinnen und Preisträger aus Baden-Württemberg 
Preisträgerinnen und Preisträger aus Bayern 
Preisträgerinnen und Preisträger aus Berlin 
Preisträgerinnen und Preisträger aus Brandenburg  
Preisträgerinnen und Preisträger aus Bremen 
Preisträgerinnen und Preisträger aus Hamburg 
Preisträgerinnen und Preisträger aus Hessen 
Preisträger aus Mecklenburg-Vorpommern 
Preisträgerinnen und Preisträger aus Niedersachsen 
Preisträgerinnen und Preisträger aus Nordrhein-Westfalen 
Preisträgerinnen und Preisträger aus Rheinland-Pfalz
Preisträger aus dem Saarland 
Preisträgerinnen und Preisträger aus Sachsen 
Preisträgerinnen und Preisträger aus Sachsen-Anhalt 
Preisträgerinnen und Preisträger aus Schleswig-Holstein
Preisträgerinnen und Preisträger aus Thüringen 

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