Jugend forscht – erfolgreich mit Chemie-App und Schlafsensor

Hamburg/Kiel, 30. März 2017

Acht Jungforscher aus Schleswig-Holstein qualifizieren sich für das 52. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Étienne Neumann, Florian Vahl und Maximilian Schiller, Landessieger Mathematik/Informatik 2016

Für den 52. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich acht talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Schleswig-Holstein qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden heute in Anwesenheit der schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Britta Ernst in Kiel ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, präsentierten 19 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 11 Forschungsprojekte.

Im Fachgebiet Arbeitswelt siegten Yasmina Höher (15) und Carla Christina Kulcsar (15) von der Heinrich-Heine-Schule in Heikendorf. Die beiden Jungforscherinnen entwickelten einen innovativen Sensor, der Atemaussetzer im Schlaf registriert. Mithilfe eines Mikrocomputers werden die Daten anschließend gespeichert und ausgewertet. Der neuartige Sensor basiert auf dem Draht einer Glühbirne und ist besonders kostengünstig.

Mit dem Einfluss des giftigen Jakobs-Greiskrauts auf seine Umgebung befasste sich Gidion Goar Rosing von der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Neumünster. In seiner Versuchsreihe vermischte der 17-Jährige die getrocknete Pflanze zu unterschiedlichen Anteilen mit Erde und säte Gras in die Proben. Mittels Gaschromatografie untersuchte er, ob das Greiskraut giftige Stoffe an die jungen Pflanzen abgegeben hat. Er siegte im Fachgebiet Biologie.

Landessiegerinnen im Fachgebiet Chemie wurden Lara Beuke (16) von der Kieler Gelehrtenschule und Jorina Sendel (16) vom Gymnasium Kronshagen. Sie analysierten inwiefern eine Erwärmung des Meeres infolge des Klimawandels die Beschaffenheit der sogenannten Seasurface MicroLayer verändert. Die dünne Schicht zwischen Wasser und Luft beeinflusst den Gasaustausch zwischen Ozeanen und Atmosphäre.

Nele Tornow (17) und Fabian Rimmele (18) von der Alfred-Nobel-Schule in Geesthacht wollen blinden Menschen bzw. Personen mit einer Sehbehinderung das Auffinden der Einstiegstüren in öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtern. Nach der Entwicklung und Prüfung verschiedener Ansätze setzen sie den vielversprechendsten, der sich auf ein akustisches Signal des Fahrzeugs stützt, um. Für ihre Arbeit erhielten sie den ersten Preis im Fachgebiet Technik.

Mit dem Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit wurde Thore Koritzius (17) von der Hermann-Tast-Schule Husum ausgezeichnet. Mit "Chemiotho 3.0" programmierte er eine App für das Smartphone, die beim Chemielernen hilft. Neben einer interaktiven Quiz-Funktion verfügt die Anwendung auch über einen Sprach-assistenten, der auf eine umfangreiche Datenbank zurückgreift, um Fragen zu Themen der Chemie zu beantworten.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 52. Bundesfinale vom 25. bis 28. Mai 2017 in Erlangen statt. Es wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Siemens AG als Bundespatenunternehmen.

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
Fax: 040 374709-99
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de
www.facebook.com/Jugend.Forscht

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