Jugend forscht – mit Rauchmelder, Ellipsen und Roboter zum Erfolg
Hamburg/Ludwigshafen, 19. März 2026
Neun junge MINT-Talente aus Rheinland-Pfalz qualifizieren sich für das 61. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb
Für den 61. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich neun talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Rheinland-Pfalz qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden heute in Anwesenheit von Bettina Brück, Staatssekretärin für Bildung in Rheinland-Pfalz, in Ludwigshafen ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der BASF SE, präsentierten 59 Teilnehmende insgesamt 40 Forschungsprojekte.
Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Jonathan Kammerlander (15) und Leopold Kammerlander (12) vom Max-von-Laue-Gymnasium in Koblenz. Sie konstruierten einen Rauchwarnmelder speziell für Kinder, da diese vom Warnton gängiger Geräte im Schlaf oftmals nicht geweckt werden. Die Lösung sind selbst entwickelte Klingeltöne. Zudem erstellten die Jungforscher einen Prototyp ihres Rauchmelders per 3-D-Druck.
Maya Sharma (17) vom Max-Planck-Gymnasium in Trier errang den Landessieg in Biologie. Sie erstellte einen kostengünstigen Filter, mit dem sich mikrobiologisch belastetes Oberflächenwasser – etwa aus Flüssen – effizient reinigen und aufbereiten lässt, sodass es gesundheitlich unbedenklich trinkbar wird.
Chemie-Landessiegerin Debora Thanaraku (18) von der Junior Uni Daun untersuchte, ob Liposomen eine schonendere Alternative zur Insulinspritze sein könnten. Sie testete, wie gut sich insulinähnliche Stoffe unter einfachen Bedingungen in diese sogenannten Transportvesikel einschließen lassen, um daraus neue Verabreichungsmethoden abzuleiten.
Noah Jackson (16) vom Sickingen-Gymnasium Landstuhl überzeugte die Jury im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Der Jungforscher ging der Frage nach, ob und mit welchen Methoden aus Perspektive eines externen Beobachters die Planeten unseres Sonnensystems – insbesondere die Erde – als Exoplaneten entdeckt werden könnten.
Jakob Fuß (18) vom Otto-Schott-Gymnasium Mainz-Gonsenheim siegte im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Der 18-Jährige untersuchte die mathematische Struktur von Richard Serras Kunstwerk „Torqued Ellipses“, indem er dessen Form mit Gleichungen beschrieb und zeigte, wie sich ähnliche komplexe Flächen sowohl theoretisch konstruieren als auch praktisch etwa mit 3-D-Druck herstellen lassen.
Der Physik-Landessieg ging an Leander Karlein (17) vom Rhein-Gymnasium Sinzig. Ihm gelang es, eine umweltfreundliche Klimaanlage ohne den Einsatz von Kältemitteln zu bauen. Dafür nutzte er den sogenannten elastokalorischen Effekt von Nickel-Titan-Drähten, die durch wiederholtes Dehnen und Entspannen Wärme abtransportieren.
Mit dem Umbau eines 3-D-Druckers in das Funktionsmodell eines Rasterkraftmikroskops setzte sich Silas Wester (18) vom Gauß-Gymnasium Worms im Fachgebiet Technik durch. Das Gerät tastet mittels Kraftsensor und einer feinen Spitze Oberflächen Zeile für Zeile ab, sammelt dabei Messdaten und berechnet daraus ein detailliertes Höhenbild des untersuchten Objekts.
Mit dem Landessieg für das beste interdisziplinäre Projekt wurde Collin Esslinger (16) vom Bischöflichen Cusanus-Gymnasium in Koblenz ausgezeichnet. Der Nachwuchstüftler konstruierte einen autonomen Roboter, der mithilfe von Sensoren, KI-gestützter Objekterkennung und Kartierungsverfahren seine Umgebung selbstständig erkundet. Er kann gezielt Objekte finden, einsammeln und sie effizient zu einem Sammelpunkt transportieren.
Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 61. Bundesfinale vom 28. bis 31. Mai 2026 in Herzogenaurach statt. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und Schaeffler als Bundespatenunternehmen.
Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 3
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de
- Weitere Infos zum Download:
Jugend_forscht_Pressemitteilung_Landeswettbewerb_Rheinland-Pfalz__2026.pdf

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