Jugend forscht – erfolgreich mit Mineralwasser, Algen und Wölfen

Hamburg/Bremen, 18. März 2026

Sieben junge MINT-Talente aus Bremen qualifizieren sich für das 61. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Lucas Jeremias Knapp (links) und Jonte Sören Walter, Landessieger im Fachgebiet Mathematik/Informatik 2025

Für den 61. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich sieben talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bremen qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden heute in Anwesenheit von Mark Rackles, Senator für Kinder und Bildung, in der Hansestadt ausgezeichnet. Beim Landeswettbewerb, ausgerichtet von Airbus, präsentierten 34 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 22 Forschungsprojekte.

Zwei Landessiege gab es im Fachgebiet Arbeitswelt. Der erste ging an Jimmy-Lee Cibis (20) und Daniel Hansel (19) von der Universität Bremen. Die Jungforscher programmierten ein System, über das Inhaberinnen und Inhaber von Zeitkarten für den Bahnverkehr im Fall von Zugverspätungen unkompliziert Entschädigungen beantragen können. Eine komplexe Datenbank erfasst dabei bundesweit die geplanten sowie die realen Ankunftszeiten und berechnet, ob Fahrgäste Anspruch auf Erstattung haben.

Ebenfalls in Arbeitswelt erfolgreich waren Quentin Offinger (19) und Leon Lukat (18) vom Schulzentrum Geschwister Scholl in Bremerhaven. Sie entwarfen eine Website, auf der sich Verbraucherinnen und Verbraucher kompakt über die Mineralstoffgehalte von Mineralwässern informieren können. Basierend auf individuellen Angaben zum eigenen Gesundheitszustand erhalten Nutzende Empfehlungen, welches Produkt am besten für sie geeignet ist.

Finja Kaesemeier vom Hermann-Böse-Gymnasium errang in gleich zwei Fachgebieten den Landessieg. In ihrem prämierten Biologie-Projekt ging die 18-Jährige der Frage nach, welchen Einfluss unterschiedliche akustische Frequenzen auf Fotosyntheseaktivität und Wachstum der Meeresalge Thalassiosira rotula haben. Neue Erkenntnisse über die Reaktionen von Algen auf Geräusche könnten sowohl beim Schutz mariner Ökosysteme als auch für biotechnologische Anwendungen interessant sein.

In Geo- und Raumwissenschaften überzeugte die Jungforscherin mit einer Arbeit zur Optimierung sogenannter GEO-Manöver, bei denen Satelliten in eine bestimmte Erdumlaufbahn gebracht werden. Sie entwickelte ein mathematisches Modell, um zu berechnen, wie sich etwa unterschiedliche Startbedingungen und Bahnmanöver auf den jeweiligen Treibstoffverbrauch auswirken.

Im Fachgebiet Chemie siegte Ida Sand (16) vom Lloyd Gymnasium Bremerhaven. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Erderwärmung setzte sich die Jungforscherin zum Ziel, einen klimaneutralen Brennstoff zur Energiegewinnung zu entwickeln. In ihrem Forschungsprojekt kombinierte sie Biodiesel und Eisen, um so eine effektivere Energieabgabe zu erreichen.

Emma Daandels (16) vom Hermann-Böse-Gymnasium wurde Landessiegerin im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Sie wollte herausfinden, wie sich die Zahl der in Deutschland lebenden Wölfe entwickeln wird. Ausgehend von der Annahme, dass das Populationswachstum in der Natur nicht unbegrenzt exponentiell verläuft, sondern durch begrenzte Ressourcen beschränkt wird, entwickelte die Jungforscherin eine Matrix, mit der sich ermitteln lässt, wann eine maximale Anzahl an Tieren erreicht werden wird.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 61. Bundesfinale vom 28. bis 31. Mai 2026 in Herzogenaurach statt. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und Schaeffler als Bundespatenunternehmen.

Pressekontakt: 
Stiftung Jugend forscht e. V. 
Dr. Daniel Giese 
Baumwall 3 
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40 
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de 
www.jugend-forscht.de

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