Erfolgreich mit Sumpfkrebs, Hologramm und Schulplaner-App

Hamburg/Leverkusen, 16. März 2016

15 talentierte Jungforscher aus Nordrhein-Westfalen qualifizieren sich für das 51. Bundesfinale von Jugend forscht

Constantin Zborowska, Landessieger 2015

Für den 51. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 15 junge Wissen­schaftlerinnen und Wissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen qualifiziert. Die Landessieger 2016 wurden heute in Leverkusen ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Bayer AG, präsentierten 81 Jung­forscherinnen und Jungforscher insgesamt 46 Forschungsprojekte.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Tobias Gerbracht (18) vom Carl-Fuhlrott-Gymna­sium in Wuppertal mit seinem selbst gebauten Hologramm-Projektor. Im Sinne der sogenannten Augmented Reality ist es damit möglich, virtuelle Objekte in un­serem tatsächlichen Umfeld darzustellen und so die wahrgenommene Realität zu er­weitern. Im selben Fachgebiet siegte auch Marius Ziemke (18) vom Städtischen Gym­nasium Herzogenrath. Er setzte sich zum Ziel, den Arbeitsablauf bei der Zusam­menstellung von Artikeln aus einem Lager effektiver zu gestalten. Seine selbst programmierte Anwendung verknüpft moderne Datenbrillen mit benutzerfreundlichen Softwarelösungen.

Undine-Sophie Deumer (18) und Alexander Wirtz (18) vom Gymnasium Fabritianum in Krefeld überzeugten die Jury im Fach Biologie mit ihrem Forschungsprojekt zum amerikanischen Sumpfkrebs. Sie untersuchten, welche Faktoren die Individualentwicklung des Tieres beeinflussen. Der Chemie-Landessieger Sebastian Obst (17) vom Cornelius-Burgh-Gymnasium in Erkelenz entwickelte einen speziellen Werkstoff auf Polymerbasis, der auf Lichtbestrahlung mit einer umkehrbaren Farbänderung reagiert. Anwendung könnte der Werkstoff beispielsweise in lichtempfindlichen Autolacken oder selbsttönenden Brillengläsern finden.

Mit der Softwareanwendung "My ePass" von Stefan Genchev (16) vom Galabov-Gymnasium in Sofia, Bulgarien, ist sicheres Surfen im Internet möglich. Persönliche Daten, Passwörter und digitale Zertifikate werden mithilfe moderner kryptografischer Verfahren verschlüsselt. Der Jungforscher siegte im Fachgebiet Mathematik/Infor­matik. Den Physik-Landessiegern Adrian Lenkeit (16), Marvin Lohaus (17) und Maximilian Oehmichen (16) vom St. Michael-Gymnasium in Bad Münstereifel gelang es, spezielle Materialien zu entwickeln, die eine kostengünstigere Nutzung der optischen Datenverarbeitung ermöglichen. Diese ist deutlich schneller und energieeffizienter als die elektronische Variante, bislang aber auch deutlich teurer.

Im Fachgebiet Technik gab es ebenfalls zwei Siegerprojekte: Lukas Lao Beyer (18) von der Deutschen Schule Barcelona, Spanien, entwickelte ein System für Hochfrequenzsender und -empfänger, bei dem ein Großteil der Signalverarbeitung mit Software verwirklicht wird. Sein sogenanntes Software Defined Radio-Gerät ist per USB mit dem Computer verbunden, kostengünstig und zudem als Open-Source-Software verfügbar. Maximilian Petrat (17) und Davids Stepanovs (17) vom Christian-Rohlfs-Gymnasium in Hagen stellten sich die Frage, wie die Fortbewegung moderner Trans­portmittel im Wasser verbessert werden kann. Bei ihrem innovativen Konzept orientierten sie sich insbesondere am Gleitverhalten von Haien.

Den Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielten Florian Brandt (15), Gero Embser (17) und Leon Erath (17) von der Bischöflichen Marienschule in Mönchengladbach. Die drei Jungforscher programmierten eine Schulplaner-App, die an Hausaufgaben erinnert, Unterrichtsmaterialien zur Verfügung stellt und den Vertretungsplan online zugänglich macht.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 51. Bundesfinale vom 26. bis 29. Mai 2016 in Paderborn statt. Es wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Heinz Nixdorf MuseumsForum GmbH als Bundespatenunternehmen.

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
Fax: 040 374709-99
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de
www.facebook.com/Jugend.Forscht 

 

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