Artenschutz und Programmierkünste überzeugen die Jury

Hamburg/Ludwigshafen, 7. April 2016

14 Jungforscher aus Rheinland-Pfalz qualifizieren sich für das 51. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Mara Lauer, Bundessiegerin 2015

Für den 51. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 14 talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Rheinland-Pfalz qualifiziert. Die Landessieger 2016 wurden heute in Ludwigshafen ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der BASF SE, präsentierten 56 Jungforscherin-nen und Jungforscher insgesamt 39 Forschungsprojekte.

Im Fachgebiet Arbeitswelt siegte Evelyn Bernhardt vom Otto-Schott-Gymnasium Mainz-Gonsenheim. Die 17-Jährige programmierte eine spezielle App, mit der Schüler ihre Noten erfassen und den aktuellen Notendurchschnitt berechnen können. Felix Bender (18) überzeugte die Jury im Fachgebiet Biologie. Der Schüler des Eichendorff-Gymnasiums in Koblenz fragte sich, wie der einheimische Steinkrebs vom Aussterben bewahrt werden kann. Auf Basis von Gewässeruntersuchungen ermittelte er die optimalen Lebensbedingungen dieser Spezies und kann so Tipps für den Artenschutz geben.

Den Chemie-Landessieg errangen Marvin Hirth (19) und Simon Hein (18) vom Gymnasium Konz. Die beiden Jungforscher untersuchten, ob sich mit dem molekularen Schalter Spiropyran ein neues Speichermedium konstruieren lässt, das die stetig wachsenden Datenmengen bewältigen kann. Die Ergebnisse ihrer Experimente nutzten sie für die Entwicklung eines einfachen Modells zur optischen Datenspeicherung. Tim Mai (15), Bao Tran Vu Le (14) und Maximilian Weber (14) siegten im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Die Schüler der Freiherr-vom-Stein-Realschule plus in Bernkastel-Kues analysierten den aktuellen Zustand des Kautenbachs bei Traben-Trabach wie auch der umgebenden Landschaft und erarbeiteten Vorschläge für eine naturnahe, touristisch attraktive Umgestaltung des Gewässers.

Den ersten Preis im Fachgebiet Mathematik/Informatik erhielt der 19-jährige Daniel Schmidt. Der Schüler des Otto-Schott-Gymnasiums Mainz-Gonsenheim widmete sich dem Thema "Künstliche Evolution" und schrieb ein eigenes Programm, mit dem sich dank der Einbindung genetischer Algorithmen Programme des Computerspiels "Core War" weiterentwickeln und verbessern lassen. Saskia Plura (17) vom Max-von-Laue-Gymnasium in Koblenz untersuchte, wie effizient bestimmte Messungsexperimente der Teilchenphysik sind, und wurde damit Landessiegerin im Fachgebiet Physik. Sie verglich zwei Teilchendetektoren und konnte so wichtige Aussagen über die optimalen Messeinstellungen treffen.

Im Fachgebiet Technik siegten Pascal Lindemann (18), Dominic Libanio (20) und Christian Schorr (17) vom Gymnasium an der Stadtmauer in Bad Kreuznach mit einer neuartigen Finger-Bewegungsschiene. Ihr selbst entwickeltes Therapiegerät mit telemedizinischer Funktion setzt an den Schwachstellen bisheriger Schienen an und soll Patienten nach einer Hand-OP oder einem Schlaganfall bei der Rehabilitation unterstützen. Mit dem Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit wurden Axel Schlindwein (19) und Corinna Nowak (17) ausgezeichnet. Am Heidelberger Life-Science Lab erforschten sie das Potenzial von Algen als Rohstoffquelle der Zukunft. Mit ihren Versuchen zeigten sie, dass durch eine Reduktion von Nährstoffen die Fettsäureproduktion der Algen gesteigert werden kann.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 51. Bundesfinale vom 26. bis 29. Mai 2016 in Paderborn statt. Es wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Heinz Nixdorf MuseumsForum GmbH als Bundespatenunternehmen.

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
Fax: 040 374709-99
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de 
www.jugend-forscht.de
www.facebook.com/Jugend.Forscht

Cookie-Einstellungen

Wir nutzen Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen und unsere Kommunikation mit Ihnen zu verbessern. Wir berücksichtigen Ihre Auswahl und verwenden nur die Daten, für die Sie uns Ihr Einverständnis geben.

Diese Cookies helfen dabei, unsere Webseite nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen wie Seitennavigation und Zugriffe auf sichere Bereiche ermöglichen. Unsere Webseite kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren.

Diese Cookies helfen uns zu verstehen, wie Besucher mit unserer Webseite interagieren, indem Informationen anonym gesammelt werden. Mit diesen Informationen können wir unser Angebot laufend verbessern.