Mit Bambus-Zelten und künstlicher Intelligenz zum Erfolg
Hamburg/Bremen, 4. März 2016
Elf talentierte Jungforscher aus Bremen qualifizieren sich für das 51. Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb
Für den 51. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich elf junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bremen qualifiziert. Die Landessieger 2016 wurden heute in der Hansestadt ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von Airbus Defence and Space, präsentierten 58 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 28 Forschungsprojekte.
Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Konrad Alfes (18) und Chiara Tappermann (18) vom Kippenberg-Gymnasium in Bremen mit einem innovativen Konzept für Zelte. Ihre Konstruktion aus Bambus ist besonders stabil, individuell anpassbar und kann in jedem Klima eingesetzt werden. Darüber hinaus überzeugt sie durch ihre geringen Kosten und kann so sehr gut für die Unterbringung von Krisenopfern und Flüchtlingen genutzt werden. Henrik Feuersänger und Tobias Henke vom Alten Gymnasium in Bremen siegten im Fachgebiet Biologie. Die beiden 16-Jährigen machten sich das Wachstumsverhalten des Schleimpilzes Physarum polycephalum zunutze, um Verkehrsnetze zu analysieren. Sie stellten fest, dass der Schleimpilz Strukturen schafft, die dem tatsächlichen Straßenverlauf sehr ähnlich sind. Diese könnten bei der Planung künftiger Verkehrssysteme helfen, effiziente Verknüpfungen zu entwickeln.
Arta Safari (16) vom Alten Gymnasium in Bremen überzeugte die Jury im Fachgebiet Chemie. Er untersuchte unterschiedliche Kohlenstoff-Wasserstoff-Verbindungen, insbesondere in Bezug auf ihr Schwingungsverhalten. Mithilfe molekulardynamischer Simulationen erstellte er verschiedene Spektren und wertete diese anschließend aus. Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften siegten Nina Korczykowski (16), Laura-Emely Luschka (16) und Pia Quaas (16) vom Lloyd Gymnasium Bremerhaven mit ihrer Analyse des Ahlenmoors in Niedersachsen. Die Jungforscherinnen untersuchten, welchen Beitrag Moore zum Klimaschutz leisten und wann vor diesem Hintergrund eine Wiederherstellung ehemalige Moorflächen sinnvoll ist.
Mathematische Zaubertricks, die mit "Denk Dir eine Zahl ..." beginnen, sorgen häufig für erstaunte Gesichter im Publikum. Eva Lea Fricke (16) vom Alten Gymnasium in Bremen setzte sich zum Ziel, diese Tricks mithilfe mathematischer Gleichungen zu lösen. Die Landessiegerin im Fach Mathematik/Informatik empfiehlt die Zaubertricks als spannende Ergänzung im Mathematikunterricht der Mittelstufe. Im Fachgebiet Technik siegten Moritz Rocker (16) und Alpay Yildiray (18) vom Ökumenischen Gymnasium zu Bremen. Sie stellten sich die Frage, mit welchen minimalen Ressourcen künstliche Intelligenz realisiert werden kann. Zu diesem Zweck programmierten die beiden Jungforscher eine Zeichenerkennung, die handschriftliche Eingaben in gelernte Kategorien einsortiert.
Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 51. Bundesfinale vom 26. bis 29. Mai 2016 in Paderborn statt. Es wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Heinz Nixdorf MuseumsForum GmbH als Bundespatenunternehmen.
Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
Fax: 040 374709-99
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de
www.facebook.com/Jugend.Forscht
- Weitere Infos zum Download:
Pressemitteilung_Landeswettbewerb_Bremen_2016.pdf

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