Fehling-Probe – Neuinterpretation notwendig?

2017 | Chemie | Baden-Württemberg

Teilnehmer

  • Johannes Waller (17, rechts), Ludwigsburg
    Mörike-Gymnasium Ludwigsburg
  • Philipp Kessler (17, links), Tamm
    Friedrich-Schiller-Gymnasium, Ludwigsburg

Preise

  • 1. Preis Chemie – gestiftet vom Fonds der Chemischen Industrie - Bundessieg
  • Einladung zum 29th European Union Contest for Young Scientists in Tallinn, Estland – gestiftet von der Europäischen Kommission
  • Europa-Preis für Teilnehmer am European Union Contest for Young Scientists in Tallinn, Estland – gestiftet von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Projekt

Schulchemie auf dem Prüfstand

Fehling-Probe – Neuinterpretation notwendig?

Mit der Fehling-Probe wurde früher Diabetes diagnostiziert, heute ist die charakteristische Rotfärbung immer noch ein Schulbeispiel für eine pH-abhängige Redox-Reaktion. Johannes Waller und Philipp Kessler fiel allerdings auf, dass die beiden Zucker Glucose und Fructose unterschiedlich schnell reagieren, was sich mit der Molekülstruktur nicht erklären lässt. Ihre Laborversuche belegen, dass die Fehling-Probe einer komplexeren Chemie folgt als im Schulbuch dargestellt: Während der Reaktion entstehen verschiedene Zwischenstufen und Oxidationsprodukte, die ihrerseits reduzierend wirken. Die Färbung folgt bei beiden Zuckern unterschiedlichen Mechanismen und hängt von der Bildung bestimmter Zwischenprodukte ab. Das erklärt, warum die Fehling-Reaktion Fructose schneller rot färbt als Glucose.


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