Entwicklung eines umweltfreundlichen Mittels zur Bindung von Mineralölen auf Gewäsern

1984 | Technik | Bayern

Entwicklung eines umweltfreundlichen Mittels zur Bindung von Mineralölen auf Gewäsern

Teilnehmer

  • Janine Fries-Knoblach. geb. Fries (16), Illertissen
    Kolleg der Schulbrüder, Illertissen

Preise

  • Preis des Bundeskanzlers - Bundessieg
  • 3. Preis Technik

Projekt

Schwimmendes Öl

Entwicklung eines umweltfreundlichen Mittels zur Bindung von Mineralölen auf Gewäsern

Ziel meiner Arbeit war es, ein Bindemittel für Mineralöl auf Gewässern zu finden. Es sollte wirksam, ökologisch unbedenklich, billig und einfach herzustellen sein. Außerdem mußte es leicht anzuwenden und zu entsorgen sein. Ich stieß bei der Suche auf Sägemehl, das zwar Öl bindet, aber auf Wasser nicht schwimmt, da es sich damit vollsaugt und durch verschiedene Kräfte unter Wasser gedrückt wird. Der Versuch der Imprägnierung mit Silikonöl verbesserte die Schwimmfähigkeit, aber das Sägemehl ging nach kurzer Zeit immer noch unter. Daraufhin probierte ich, es mit hydrophobem Siliciumdioxid (Aerosil R 972) zu umhüllen, das tatsächlich ab einer Konzentration von 3,4 Prozent im Bindemittel das Sägemehl unbenetzbar und somit unsinkbar machte. Die Aufsaugfähigkeit für Öl war bei dem mit Aerosil präparierten Sägemehl vermindert, aber noch ausreichend. Dann überprüfte ich die Wirksamkeit des Bindemittels an einem biologischen Modell, wozu ich Mückenlarven wählte. Als Möglichkeiten zur Beseitigung oder Aufarbeitung von gebundenem Öl gibt es die direkte Verbrennung oder die teilweise Rückgewinnung des Öls durch Extraktion mit Petroläther und anschließender Destillation. Zur Heizung der Destillationsanlage kann das Sägemehl mit dem darin verbliebenen Restöl verwendet werden. Auf Grund der Versuchsergebnisse halte ich das präparierte Sägemehl durchaus für geeignet zum Einsatz in der Praxis.

 

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