Berufsdermatosen – Ursachen und Abhilfe

1987 | Arbeitswelt | Baden-Württemberg

Berufsdermatosen – Ursachen und Abhilfe

Teilnehmer

  • Sibylle Gaisser (18), Ostfildern
    Otto-Hahn-Gymnasium, Ostfildern
  • John Sobeck (19), Ostfildern
    Otto-Hahn-Gymnasium, Ostfildern

Preise

  • 1. Preis Arbeitswelt - Bundessieg

Projekt

Dünne Haut am Arbeitsplatz

Berufsdermatosen – Ursachen und Abhilfe

Heute stehen die Hauterkrankungen noch vor der Lärmschwerhörigkeit und der Staublunge an der Spitze der Berufskrankheiten. Wenn die Haut im Beruf durch den Kontakt mit chemischen Reizstoffen sehr entfettet wird und austrocknet, können plötzlich so genannte allergische oder entzündliche Dermatosen entstehen, die viele Betroffene sogar zum Berufswechsel zwingen. Auf der Suche nach den Gründen dafür, warum sich die Menschen in den entsprechenden Berufen wie etwa Friseurinnen oder Bauarbeiter nicht besser vor derartigen Erkrankungen schützen, stießen John Sobeck und Sibylle Gaisser auf verschiedene Ursachen. Vielen ist die Gefährdung ihrer Haut gar nicht bekannt. Anderen ist die Anwendung von Hautschutzmitteln zu umständlich, oder man stört sich an ihrem Geruch. Schließlich testeten die beiden eine Reihe von Hautschutzpräparaten auf ihre Schutzwirkung. Dabei fanden sie heraus, dass es zwischen den verschiedenen Präparaten enorme Qualitätsunterschiede gibt, wobei die so genannten Universalcremes in der Regel schlechter abschnitten als die "Spezialcremes". Oft lösten sich die Cremes in den Schadstoffen sogar auf, und auch stark fettende Cremes boten keinen besseren Schutz gegen das Eindringen der Substanzen. Die beste Möglichkeit zur Vermeidung solcher Dermatosen läge einfach darin, die schädlichen Stoffe in der Berufswelt durch weniger schädliche Substanzen zu ersetzen, meinen die beiden Jungforscher. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Schließlich sind von etwa 6000 chemischen Verbindungen an den Arbeitsplätzen mit möglicher Schadenswirkung auf die Haut gerade einmal einige hundert auf ihre dermatologische Gefährlichkeit untersucht.

 

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