Mit Minihacke, Path Tracing und Feuermelder zum Erfolg

Hamburg/Leverkusen, 7. April 2022

14 MINT-Talente aus Nordrhein-Westfalen qualifizieren sich für das 57. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Leon Hausmann und Lina Tebourski, Landessieger Technik 2021

Für den 57. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 14 junge MINT-Talente aus Nordrhein-Westfalen qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden heute in Leverkusen ausgezeichnet. Beim diesjährigen Online-Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Bayer AG, der Henkel AG & Co. KGaA und der Ruhr-Universität Bochum, präsentierten 71 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 44 Forschungsprojekte.

Gleich zwei Landessiege vergab die Jury im Fachgebiet Arbeitswelt. Nikolaj Schlumbohm (17), Ansgar Tumbrink (18) und Lennart Steingaß (17) vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster entwickelten eine App, die dabei helfen soll, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Verbraucherinnen und Verbraucher können ihre Kassenbons mit dem Handy einscannen, eine Schrifterkennungssoftware wertet die Einkäufe aus und schlägt auf dieser Basis passende Rezepte vor. Ebenfalls in Arbeitswelt erfolgreich waren Nils Wetzels (19), Tom Conrad (20) und Vincent van Husen (19) von der LEMKEN GmbH & Co. KG in Alpen. Die drei konstruierten eine selbstfahrende, elektrobetriebene Minihacke für die Unkrautbekämpfung im Gemüseanbau. Landessiegerin im Fachgebiet Chemie wurde Jule Hannah Tappe (17) von der Ra­vensberger Erfinderwerkstatt in Halle (Westfalen). Sie untersuchte, inwiefern sich Betacarotin zum Färben von Baumwolle eignet. Damit will sie einen Beitrag zur Entwicklung nachhaltiger und effizienter Färbemittel für die Bekleidungsindustrie leisten.

Auch in Geo- und Raumwissenschaften gab es zwei Landessiege. Gloria Gabriel (16) und Lynn Ascheuer (17) vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal überzeugten die Jury mit ihrer Forschungsarbeit zum Stern Mira im Sternbild Walfisch. Sie analysierten den Himmelskörper mit einem DADOS-Spaltspektrografen und fanden heraus, dass dessen unterste Atmosphärenschicht auch Titanoxid enthält. Im selben Fachgebiet siegte Lukas Weghs vom Thomaeum – Städtisches Gymnasium Kempen. Der 18-Jäh­rige präsentierte einen neuen, KI-basierten Ansatz zum Nachweis von Exomonden, die Planeten außerhalb des Sonnensystem umkreisen. Er nutzte Machine-Learning-Algorithmen und konnte so die Rechenleistung und das Aufspüren gezielt verbessern.

Friedrich Vock (17) vom Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium in Wuppertal wurde Landessieger im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Der Jungforscher programmierte eine eigene Software, die mittels Path Tracing, einem Algorithmus zur Bildsynthese, aus dreidimensionalen Objekten möglichst realitätsnahe Bilder erzeugt. Den Physik-Landessieg errang Carlos Steiner Navarro (17) von der Deutschen Schule Sevilla. Er befasste sich mit der mathematischen und physikalischen Beschreibung mehrerer sogenannter diamagnetischer Levitationssysteme, bei denen Magneten in einer stabilen Schwebe gehalten werden. In diesem Zusammenhang entwickelte er einen neuen Erklärungsansatz für diesen Effekt und erweiterte das bereits bestehende Theoriekonzept.

Lauri Wilps (16) von der Königin-Luise-Schule in Köln baute einen innovativen Feuermelder für den häuslichen Gebrauch, der Brände nicht nur erkennen und melden, sondern auch selbstständig löschen kann. Er siegte in Technik. Mit dem Landessieg für das beste interdisziplinäre Projekt wurde Rufus Wegner (18) vom Städtischen St. Michael-Gymnasium in Bad Münstereifel ausgezeichnet. Seine sogenannte Wechselertrags-Polykultur soll erreichen, dass Kulturpflanzen trotz des Klimawandels ertragreich bleiben. Verschiedene Agrarpflanzen werden so angebaut, dass sich ihre Vegetationsphasen überschneiden, das Hauptwachstum aber zu unterschiedlichen Zeiten stattfindet.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 57. Bundesfinale vom 26. bis 29. Mai 2022 in Lübeck statt. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und das Forschungsforum Schleswig-Holstein e. V. als Bundespate.

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 3
20459 Hamburg
040 374709-40
presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de


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