Mit Magnetschraubstock, Raytracing und Graphen zum Erfolg

Hamburg/Vilsbiburg, 26. März 2021

15 Jungforscherinnen und Jungforscher aus Bayern qualifizieren sich für das 56. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Felix, Gerold und Anna Kiefl (v. l. n. r.), Landessieger Arbeitswelt 2019

Für den 56. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 15 junge MINT-Talente aus Bayern qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden heute in Vilsbiburg ausgezeichnet. Beim diesjährigen Online-Landeswettbewerb, ausgerichtet von der DRÄXLMAIER Group, präsentierten 95 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 69 Forschungsprojekte.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Samuel Fäßler (18) und Cedric Steiert (17) vom Gymnasium Lindenberg. Sie entwickelten ein digitales Temperaturüberwachungssystem zur Verhinderung großer Heubrände. Im selben Fachgebiet überzeugten Samuel Nachtmann (20), Joshua Zilliox (18) und Nelson Machado Teixeira (19) vom MAN Ausbildungszentrum in Augsburg die Jury mit einem innovativen Magnetschraubstock. Durch einfaches und flexibles Einspannen von Werkstücken ermöglicht er ein genaueres Arbeiten. Biologie-Landessiegerin Julia Geuther (18) vom Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting gelang es mithilfe der Genschere CRISPR/Cas9, das Protein Angiotensin-konvertierendes Enzym 2 in Darmzellen zu deaktivieren.

Lukas Dellermann vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Schweinfurt siegte im Fachgebiet Chemie. In seinem Forschungsprojekt optimierte der 18-Jährige Kunstharze durch Zugabe von Nanopartikeln. Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften war Lisa Schreyer (18) vom Schülerforschungszentrum Berchtesgadener Land erfolgreich. Sie entwickelte eine einfach anwendbare, kostengünstige und zuverlässige Methode zum Nachweis von Mikroplastik. Den Landessieg in Mathematik/Informatik erhielt Jonathan Hähne (18) von der TU München für seinen alternativen Ansatz zum sogenannten Raytracing, mit dem in Echtzeit realistische Computergrafiken erzeugt werden können.

Physik-Landessiegerin Britt Besch (18) vom Gymnasium Olching untersuchte mithilfe eines speziellen Versuchsaufbaus die Entwicklung verschiedener Vegetationsarten in ihrem Garten. Dabei nutzte sie eine selbst kalibrierte RGB-Kamera. Ebenfalls in diesem Fach erfolgreich war Tamara Pröbster (18) vom Gymnasium Hilpoltstein. Anhand einer Computersimulation berechnete sie die Prozesse der ultraschnellen Abgabe von Elektronen, wenn Graphen mit Laserpulsen bestrahlt wird.

Tamas Nemes (17) vom Gymnasium der Regensburger Domspatzen siegte im Fachgebiet Technik. Er entwickelte ein tragbares, autonomes Blindenführsystem, das KI-basiert mittels einer Kamera und verschiedener Sensoren lernt, Hindernisse zu erkennen, vor denen durch Audiosignale gewarnt wird. Ein weiterer Landessieg im Fachgebiet Technik ging an Tobias Wanierke (18) und Josias Neumüller (18) vom Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium Kulmbach. Die beiden konstruierten neuartige Warnschilder für die Feuerwehr. Einsatzkräfte können diese auch in stark verrauchten Räumen erkennen. Mit dem Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit wurde Lena Kahle (17) vom Otto-von-Taube-Gymnasium Gauting ausgezeichnet. Anhand eines Modells analysierte sie ein innovatives Lebenserhaltungssystem für bemannte Mondmissionen.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 56. Bundesfinale vom 26. bis 30. Mai 2021 als Online-Veranstaltung statt. Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und das Science Center experimenta in Heilbronn.

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 3
20459 Hamburg
040 374709-40
presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de


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