Jugend forscht im Norden: mit Honigbienen, Chromhefe und Biogasreaktor zum Erfolg

Hamburg/Kiel, 21. März 2019

14 Jungforscher aus Schleswig-Holstein qualifizieren sich für das 54. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

v. li.: Theresa Anastasia Belz und Nina Schwarz, Landessiegerinnen Technik 2018

Für den 54. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 14 talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Schleswig-Holstein qualifiziert. Die Landessieger wurden heute in Kiel ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, präsentierten 21 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt neun Forschungsprojekte.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Marcel Pflaeging (18) und Jannes Schrall (17) von der Hermann-Tast-Schule Husum. Um der Verbreitung von Krankheitskeimen entgegenzuwirken, entwickelten sie den Prototyp einer Türklinke, die sich selbstständig desinfiziert. Das Herunterdrücken der Klinke erzeugt die für die automatisierte Reinigung mit UV-C-Licht benötigte Energie. Ist genügend Energie gespeichert, startet der Desinfektionsprozess. Die Biologie-Landessieger Jaron Bardenhagen (17), Sofie-Marie Wiese (18) und Annik Krohn (17) von der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Neumünster fragten sich, wie stark heimische Bienen und ihr Honig mit Pflanzenschutzmitteln wie unter anderem Glyphosat belastet sind. Bei ihren Analysen konnten sie in allen untersuchten Proben Pestizide nachweisen – wenn auch in unterschiedlicher Konzentration.

Gleich zwei Landessiegerprojekte gab es in Chemie: Neele May Garling (18) und Lars Lehmann (19) von der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Neumünster befassten sich mit dem Equinen Metabolischen Syndrom (EMS). Bei dieser Krankheit leiden Pferde unter anderem an Insulinresistenz, die sich mit Chrom(III)hefe behandeln lässt. Die jungen MINT-Talente untersuchten Verbesserungsmöglichkeiten bei der Herstellung der Hefe. Ebenfalls in diesem Fachgebiet erfolgreich waren Hagen Carstensen (18), Jasper Nickelsen (17) und Lars Ebel (18) von der Hermann-Tast-Schule Husum. Die drei Jungforscher setzen sich zum Ziel, einen Biogasreaktor als Stromspeicher für erneuerbare Energien zu nutzen.

Cederik Höfs (15) und Jonathan Hähne (16) von der Stiftung Louisenlund in Güby siegten im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Die beiden analysierten das nichtlineare dynamische System der rekursiven Anwendung des sogenannten Satzes von Vieta. Mit diesem ist es möglich, quadratische Gleichungen zu lösen. In ihrem Projekt visualisierten sie die fraktalen Strukturen mithilfe selbst geschriebener Computerprogramme. Mit dem Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit wurden Silas Caspersen (18) und Pete Labetzsch (18) von der Theodor-Storm-Schule Husum ausgezeichnet. Sie konstruierten eine kleine Biogasanlage für den Hausgebrauch. Ihr Ziel dabei war es unter anderem, ein System zu entwickeln, das sich für den Einsatz in Entwicklungsländern eignet.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 54. Bundesfinale vom 16. bis 19. Mai 2019 in Chemnitz statt – gemeinsam ausgerichtet vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU als Bundespateninstitution und von der Stiftung Jugend forscht e. V. Unterstützer der Veranstaltung sind die Siemens AG als Premiumpartner sowie der Freistaat Sachsen und die Stadt Chemnitz.

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
Fax: 040 374709-99
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de 
www.facebook.com/Jugend.Forscht 


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