Jugend forscht – erfolgreich mit Schleimpilz und Exoplaneten

Hamburg/Jena, 12. April 2018

15 Jungforscher aus Thüringen qualifizieren sich für das 53. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Konstantin Schnekenburger und Patricia Asemann, Landessieger Physik 2017

Für den 53. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 15 talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Thüringen qualifiziert. Die Landessieger wurden gestern in Jena ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Jenoptik AG und der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen, präsentierten 93 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 42 Forschungsprojekte.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Göran Hegenberg vom Friedrich-Schiller-Gymnasium Eisenberg. Der 16-Jährige entwickelte eine spezielle Smart­phone-App, die etwa Schüler und Studierende bei chemischen Berechnungen unterstützen soll. Sie dient zudem als Informationsdatenbank rund um das Thema Chemie. Anna Lia Schicktanz (16), Florian Merx (16) und Mara-Sophie Montag (15) vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erfurt siegten in Biologie. Die drei befassten sich mit Schleimpilzen, die bislang noch nicht umfassend erforscht sind. Am Beispiel von Physarum polycephalum untersuchten sie unter anderem Reizverarbeitung und Reizreaktion wie auch das Wachstum der skurrilen Einzeller.

Die Verschmutzung der Ozeane durch unpolare Stoffe wie Öl ist ein großes Problem. Chemie-Landessieger Malek Sbeih (19) vom Carl-Zeiss-Gymnasium Jena überzeugte die Jury im Fachgebiet Chemie mit dem Einsatz fotochemisch schaltbarer Tenside als innovatives Verfahren für die Wasseraufbereitung. Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften siegten Michael Boin (18) und Kenneth von Bünau (18) vom Carl-Zeiss-Gymnasium Jena. Die Jungforscher untersuchten die Eigenschaften zweier bekannter Exoplaneten, das sind Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.

Niklas Degel (18), Max Philipp (18) und Olexiy Davydov (19) vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erfurt errangen den Landessieg im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Sie gingen der Frage nach, ob sich mithilfe künstlicher neuronaler Netze ein Zusammenhang zwischen den diskreten Signalen der Herzaktivität und möglicherweise vorhandenen Krankheiten nachweisen lässt. Den ersten Preis im Fachgebiet Physik erhielt Florian Grunert (17) vom Zabel-Gymnasium Gera. Ziel seines Forschungsprojekts war es, die Fallbeschleunigung auf der Erde mittels einer Formel möglichst genau zu berechnen.

Tony Wunderlich von der Johann-Friedrich-Pierer-Schule in Altenburg konstruierte eine mit Schrittmotoren ausgestattete Teleskopsteuerung. Damit lassen sich astronomische Objekte in den Blick nehmen und gegen die Erddrehung verfolgen. Der 17-Jährige war im Fachgebiet Technik erfolgreich. Mit dem Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit wurden Julian Gommlich (18), Jakob Heinrich (18) und Christoph Wernike (18) vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erfurt ausgezeichnet, die sich mit den faszinierenden Eigenschaften von Kohlenstoffnanoröhrchen beschäftigten. Sie untersuchten ihre strukturelle Beschaffenheit ebenso wie die elektrochemischen und sensorischen Fähigkeiten.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 53. Bundesfinale vom 24. bis 27. Mai 2018 in Darmstadt statt – gemeinsam ausgerichtet von Merck als Bundespatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht e. V. Merck mit Sitz in Darmstadt ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt.

Pressekontakt: 
Stiftung Jugend forscht e. V. 
Dr. Daniel Giese 
Tel.: 040 374709-40 
Fax: 040 374709-99
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de 
www.jugend-forscht.de 
www.facebook.com/Jugend.Forscht 


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