Erfolgreich mit Heuschrecken, Sternanalyse und Solarmodulen

Hamburg/Chemnitz, 8. April 2019

Sieben Jungforscher aus Sachsen qualifizieren sich für das 54. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb    

Julia-Marie Gläser, Landessiegerin Arbeitswelt 2018

Für den 54. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich sieben talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Sachsen qualifiziert. Die Landessieger wurden am vergangenen Samstag in Anwesenheit von Kultusminister Christian Piwarz in Chemnitz ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von BMW Group Werk Leipzig, GLOBALFOUNDRIES Dresden und Siemens AG, präsentierten 25 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 22 Forschungsprojekte.    

Gleich zwei Projekte erhielten den Landessieg im Fachgebiet Biologie. Falco Eigner (18) vom Gymnasium Einsiedel in Chemnitz siegte mit einer neuen Methode zur Artenbestimmung von Heuschrecken. Die Identifikation erfolgt dabei anhand der von den Tieren erzeugten Laute. So sollen Verwechslungen wegen optischer Ähnlichkeiten ausgeschlossen werden. Clemens Hörhold (19) von der Wilhelm-Ostwald-Schule in Leipzig überzeugte die Biologie-Jury mit seinen Untersuchungen des molekularen Wirkmechanismus von Vaspin. Er fand heraus, dass eine Mutante dieses Proteins hilft, Glukose im Körper besser abzubauen. Darin sieht er das Potenzial zur künftigen Bekämpfung von Insulinresistenzen. Fritz Henke vom Joliot-Curie-Gymnasium in Görlitz sicherte sich den Landessieg im Fachgebiet Chemie mit einem ressourcenschonenden Ansatz zur Säuberung von Abwässern der Textilindustrie. Auf Basis des Biopolymers Chitosan synthetisierte der 18-Jährige ein Hydrogel, das einen bestimmten Rot-Farbstoff anlagern kann.    

Auch im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften gab es zwei Landessiege. Anouk Soisson (18) von der Wilhelm-Ostwald-Schule in Leipzig entwickelte eine neue Methode, um die Sterndaten des sogenannten Hipparcos-Sternkatalogs grafisch auszuwerten. Dafür nutze sie eine spezielle Software, mit deren Hilfe sie umfangreiche Diagramme der Sterndaten erzeugte. Ricardo Reinke (18) vom Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden zeigte in seiner Arbeit, dass sich auch mit einer einfachen Fotoausrüstung bis zu einem gewissen Grad Spektralanalysen verschiedener Himmelskörper durchführen lassen. So ermittelte er mit einer handelsüblichen Spiegelreflexkamera die Geschwindigkeit der Sonnenrotation und es gelang ihm, Sterne verschiedener Spektralklassen zu unterscheiden.    

Timo Hofmann von der Wilhelm-Ostwald-Schule in Leipzig errang den Landessieg im Fachgebiet Physik. Der 18-Jährige präsentierte Untersuchungen zur chaotischen Dynamik in konservativen Systemen. Im Fachgebiet Technik war Leon Cornelius Schmidt (18) vom Sächsischen Landesgymnasium Sankt Afra zu Meißen erfolgreich. Er entwickelte eine innovative Methode, um Produktionsfehler bei der Herstellung von flexiblen Solarmodulen aufzudecken. Mithilfe eines spannungsoptischen Verfahrens gelang es ihm, kritische Veränderungen des Werkstoffs während der Bearbeitung sichtbar zu machen.    

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 54. Bundesfinale vom 16. bis 19. Mai 2019 in Chemnitz statt – gemeinsam ausgerichtet vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU als Bundespateninstitution und von der Stiftung Jugend forscht e. V. Unterstützer der Veranstaltung sind die Siemens AG als Premiumpartner sowie der Freistaat Sachsen und die Stadt Chemnitz.  

Pressekontakt: 
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
Fax: 040 374709-99
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de 
www.facebook.com/Jugend.Forscht


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