Erfolgreich mit Bärtierchen und Schimmelwarnsystem

Hamburg/Leverkusen, 05. April 2017

13 Jungforscher aus Nordrhein-Westfalen qualifizieren sich für das 52. Bundesfinale von Jugend forscht 

Undine-Sophie Deumer und Alexander Wirtz, Landessieger Biologie 2016

Für den 52. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 13 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen qualifiziert. Die Landessieger wurden heute in Anwesenheit von Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung, in Leverkusen ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Bayer AG, präsentierten 79 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 47 Forschungsprojekte.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Nils Lüpke (16) vom Engelbert-Kaempfer-Gymnasium in Lemgo mit seinem System zur Vernetzung elektronischer Heimgeräte. Basierend auf dem Konzept des "Internets der Dinge" programmierte er eine Software zur nachträglichen Verknüpfung bereits vorhandener Geräte. Mittels Smartphone-App lassen sich Beleuchtung, Fernseher oder Waschmaschine künftig bedienerfreundlich aus der Ferne steuern. Im selben Fach siegte Tilman Hoff­bauer (16) vom Theodor-Fliedner-Gymnasium in Düsseldorf mit seinem "PiPresenter". Dieser Adapter verbindet einen USB-Stick mit einem Beamer und er­möglicht so eine zuverlässigere und nutzerfreundlichere Anzeige digitaler Präsentationen.

In Biologie gab es ebenfalls zwei erste Preise: Jessica Kirchner (17) vom Gymnasium Augustinianum in Greven und Jonas Boukamp (18) vom Berufskolleg Rheine siegten mit ihrer Analyse zur Verbreitung des Jakobs-Kreuzkrauts. Die Jungforscher beschäftigten sich mit der Frage, ob die giftigen Stoffe der Pflanze über die Bestäubung durch Bienen in unseren Honig gelangen. Stefan Kemmerich vom Erzbischöflichen St.-Angela-Gymnasium in Wipperfürth untersuchte den Lebensraum der Bärtierchen. Diese weniger als einen Millimeter großen wirbellosen Tiere leben in feuchten Habitaten wie Moosen oder Laubböden. Der 14-Jährige analysierte, wie sich Faktoren wie Licht, Feuchtigkeit und Untergrund auf das Vorkommen der Tiere auswirken.

Mit einer Alternative zum herkömmlichen Lithium-Ionen-Akku überzeugten Leon Flachmann (18) und Luca Krüger (14) von der Marienschule der Ursulinen in Bielefeld die Jury im Fachgebiet Chemie. Ihr aus Aluminium gefertigter Akku verkürzt nicht nur die Ladezeiten, sondern ist auch sicherer als die derzeit verwendeten Modelle, die unter Umständen stark erhitzen und sich sogar selbst entzünden können. Tobias Gerbracht (19) vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal entwickelte eine mobile Messvorrichtung zur Untersuchung der Schadstoffbelastung in der Umgebungsluft. Verschiedene Molekülspektren können damit zeitgleich erfasst und ausgewertet werden. Er siegte im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften.

Vektorgrafiken sind bei Grafikern sehr beliebt, da sie sich beliebig vergrößern lassen, ohne dass sie dabei an Qualität einbüßen. Bislang jedoch benötigte man dafür teure Programme und leistungsstarke Computer. Vladimir Danila (17) vom Lessing-Gym­nasium in Düsseldorf programmierte die App "Vectornator", die nun auch die Erstellung von Vektorgrafiken auf mobilen Geräten ermöglicht. Er überzeugte die Jury im Fach Mathematik/Informatik. Der Technik-Landessieger Frederik Dunschen (18) von der Friedensschule Münster konstruierte ein spezielles Fluggerät. Sein "RoflCopter" basiert auf dem Prinzip des Monocopters. Da er nur ein Rotorblatt besitzt, dreht sich nicht nur der Rotor, sondern das gesamte Fluggerät. Ebenfalls im Fachgebiet Technik siegten Jacob Linnemann (15), Daniel Gellert (15) und Niklas Sander (17) vom Gymnasium an der Schweizer Allee in Dortmund. Ihr Schimmelwarnsystem informiert den Nutzer, sobald kritische Raumluftwerte erreicht sind. Zudem gibt das System konkrete Empfehlungen zum Heizen oder Lüften von Räumen.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 52. Bundesfinale vom 25. bis 28. Mai 2017 in Erlangen statt. Es wird ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Siemens AG als Bundespatenunternehmen.

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 374709-40
Fax: 040 374709-99
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de
www.jugend-forscht.de
www.facebook.com/Jugend.Forscht


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