Schleswig-Holstein kürt seine Jugend forscht Landessieger 2015

Hamburg/Kiel, 26. März 2015

Neun talentierte Jungforscher qualifizieren sich für das 50. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Niklas Henke, Landessieger 2014

Für den 50. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich neun junge Wissen­schaftlerinnen und Wissenschaftler aus Schleswig-Holstein qualifiziert. Die Landessieger 2015 wurden heute in Kiel in Anwesenheit von Bildungsministerin Britta Ernst ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, ausgerichtet von der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität, präsentierten 33 Jung­forscherinnen und Jungforscher insgesamt 18 Forschungsprojekte.

Im Fachgebiet Arbeitswelt siegte Rieke-Marie Hackbarth (14) vom Gymnasium Harksheide in Norderstedt. Die Jungforscherin entwickelte ein Stethoskop, das sich nach jeder Nutzung selbst desinfiziert. Dabei reagiert eine technische Vorrichtung auf den abnehmenden Druck nach der Berührung eines Patienten und startet anschließend automatisch den Desinfektionsvorgang. Auf diese Weise wird die Übertragung von Krankheitserregern wirksam verhindert.

Mihyun Park von der Humboldt-Schule in Kiel überzeugte die Jury im Fachgebiet Biologie. Die 18-Jährige untersuchte, welche Aromastoffe sich am besten für eine effektive, gesundheits- und umweltschonende Fruchtfliegenfalle eignen. In umfangreichen Versuchen stellte sie unter anderem fest, dass die Weibchen und Männchen dieser Insektenart unterschiedliche Düfte bevorzugen.

Anna Linnéa Hölterhoff (18), Jule Henrika Kuhn (17) und Jule Anna Caroline Stevens (17) von der Ricarda-Huch-Schule in Kiel siegten im Fachgebiet Physik. Den Jungforscherinnen gelang es, Objekte mittels Ultraschall sowohl zum Schweben zu bringen als auch gezielt zu verschieben. Dazu entwickelten sie einen speziellen Aufbau, in dem sogenannte stehende Schallwellen entstehen.

Eine neuartige Windkraftanlage präsentierte Marvin Hensen (19) von der Hermann-Tast-Schule in Husum. Der Technik-Landessieger nutzte die Windbedingungen, die an hohen Bauwerken wie Masten, Schornsteinen oder Türmen herrschen, und installierte dort vertikallaufende Ringrotoren. Seine Anlage ist leise, erzeugt kaum Schwingungen, benötigt wenig Wartung und bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Den Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit errangen Fabian Haas (16), Philipp Müller (16) und Niklas Nathmann (17) vom Gymnasium Trittau. Die drei Jungforscher entwickelten eine spezielle Vorrichtung für die Analyse von Wasserwellen. Dafür statteten sie zunächst eine Boje mit einem Smartphone aus. Anschließend programmierten sie eine App, die Entnahme und Auswertung der Messwerte übernimmt. Das System der Landessieger ermöglicht eine standortunabhängige Verwaltung verschiedener online registrierter Bojen und ist zudem kostengünstiger als vergleichbare professionelle Wellenmessbojen.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 50. Bundesfinale vom 26. bis 30. Mai 2015 in Ludwigshafen statt. Es wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der BASF als Bundespatenunternehmen.

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V.
Dr. Daniel Giese
Baumwall 5
20459 Hamburg 
Tel.: 040 374709-40
Fax: 040 374709-99
E-Mail: presse(at)jugend-forscht.de 
www.jugend-forscht.de 
www.facebook.com/Jugend.forscht


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