Kampagne Schülerforschungszentren

MINT-Talente entwickeln – in Analogie zum Sport- und Musik-Bereich

Kinder und Jugendliche, die sich für Sport und Musik begeistern, treffen in Deutschland auf ein nahezu flächendeckendes Angebot an außerschulischen Angeboten. In ihrer Freizeit können sie ihren Neigungen nachgehen und ihre Fähigkeiten gezielt weiterentwickeln. So können beispielsweise Fußballbegeisterte bundesweit in Vereinen trainieren und auf Gleichgesinnte treffen. Zusätzlich zu diesem Training auf Augenhöhe erhalten sie von einem Trainer individuelle Anregungen. Ihr Talent kann entdeckt, ihre Fähigkeiten individuell auf weiteren Stufen gefördert werden. Im musikalischen Bereich liegt mit Privatunterricht, Musikschulen und Musikhochschulen ein ähnlich individuelles Förderkonzept vor. Für mathematisch, naturwissenschaftlich und technisch Interessierte fehlen dagegen weitgehend Strukturen, die jungen Menschen ermöglichen, regelmäßig in der Freizeit ihrem Interesse nachzugehen und ihre Talente zu entfalten.

Zur individuellen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Interesse für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) benötigen wir bundesweit passgenaue Angebote, die potenziellen Talenten dieselben Chancen eröffnen, wie sie im Musik- und Sportbereich seit Langem bestehen. Schülerforschungszentren (SFZ) sind ideale Trainingsfelder für MINT-begeisterte junge Menschen und wirken so gewissermaßen als Sportvereine für MINT-Athleten. Sie bieten voll ausgestattete Labore, eine intensive Betreuung und ein kreatives Umfeld zur Forschungsarbeit unter Gleichgesinnten. Vor allem ermöglichen sie jungen Menschen, die Freude an MINT-Themen regelmäßig auszuleben. Bislang gibt es deutschlandweit jedoch erst wenige Schülerforschungszentren – von einer Flächendeckung wie im Sport- und Musikbereich sind wir weit entfernt.

Mit dem Konzeptwettbewerb Schülerforschungszentren engagiert sich die Stiftung Jugend forscht e. V. für den bundesweiten Ausbau dieser außerschulischen Lernorte. Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad des Konzepts von Schülerforschungszentren gemeinsam mit Kooperationspartnern nachhaltig zu fördern und ein Bewusstsein für den Bedarf an außerschulischer, individueller MINT-Förderung zu schaffen. Wir ermutigen regionale Bildungsakteure, Schülerforschungszentren in ihrem Umfeld zu etablieren. Um dies zu erreichen, verbreiten wir Best Practice-Beispiele, vernetzen Akteure und schaffen finanzielle Anreize zum Aufbau weiterer Schülerforschungszentren.

Die Kampagne zur Schaffung weiterer Schülerforschungszentren konnte bislang ein breites Interesse wecken und eine äußerst positive Resonanz erzeugen. So nannten es beispielsweise die Regierungsparteien in Hessen Ende 2013 in ihrem Koalitionsvertrag ausdrücklich als ein Ziel, die Etablierung weiterer Schülerforschungszentren zu unterstützen. Seit Start der Kampagne hat sich die Zahl der Schülerforschungszentren bundesweit von knapp 20 auf mehr als 50 erhöht.


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